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Kommunen fordern Umsetzung des Tübinger Modells auch für den Landkreis Tuttlingen/Nach wie vor ist die Lage angespannt

Bis heute ist die Lage im Landkreis Tuttlingen keineswegs entspannt, auch wenn sich der Landkreis zuletzt mit Inzidenzen von 96 und 101 aktuell noch im Bereich der 100er Marke bewegt. Landrat Stefan Bär erklärte gegenüber der Presse, dass der Landkreis damit derzeit noch unter dem Landesdurchschnitt liegt. Deshalb möchte sich der Landkreis auf die Möglichkeit vorbereiten, nach den Bestimmungen der erwarteten neuen CoronaVO zumindest gewisse Öffnungen wieder möglich werden.

Aktuelle Corona-Situation im Landkreis
Stand heute verzeichnet der Landkreis 34 weitere positive Fälle und steigt damit in seiner Inzidenz leicht über die 100er Marke. Mit einer Inzidenz von 102 positiven Fällen ist der Sprung unter die 100 jedoch noch nicht erreicht. Die Zahlen im Klinikum und auch in den Pflegeheimen und Rehaeinrichtungen halten sich indes stabil. Im Klinikum Tuttlingen sind derzeit 13 Coronainfizierte untergebracht, davon werden drei an Beatmungsgeräten versorgt. Es gibt einen Verdachtsfall. In den Pflegeheimen und Rehaeinrichtungen sind aktuell noch 8 Bewohner und 3 Mitarbeiter infiziert. Auffallend ist die Zunahme der COVID19-Mutationen der britischen Virusvariante sowie die Betroffenheit jüngerer Menschen. „In unseren täglichen Fallzahlmeldungen tauchen immer weniger Menschen über 60 bzw. 80 Jahre auf“, berichtet der Landrat. Mit Blick auf die Nachbarlandkreise Sigmaringen (Inzidenz von 211) und Konstanz (Inzidenz 129) bleibt der Landrat jedoch zurückhaltend was die nahe Zukunft anbelangt. „In der Vergangenheit wurden wir immer wieder eines Besseren belehrt. Wir wähnten uns gerade in Sicherheit und plötzlich stiegen die Zahlen rasant an. Warum sollte es uns da anders gehen, als unseren unmittelbaren Nachbarn“, mahnt Bär weiter zur Vorsicht.

Tübinger Modell könnte zum landesweiten Vorbild werden
Dabei schienen noch zu Beginn der Woche baldige Lockerungen und Öffnungen vor Ostern in greifbare Nähe zu rücken. Diese sollten zunächst dem Handel und der Gastronomie einen Weg aus der Krise heraus ermöglichen. Dazu traf sich Landrat Stefan Bär am Wochenanfang auf Einladung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg u. a. mit Vertreter*innen der Gewerbeverein des Landkreises und stand für Fragen zur Verfügung. Insgesamt war man sich in dem konstruktiven und produktiven Austausch einig, dass man schon jetzt an der Umsetzung von Selbst- und Schnelltestangeboten arbeiten werde sowie mittels einer Kampagne die Bekanntmachung der Luca-App vorantreiben wolle, um gerüstet zu sein, sollten etwaige Lockerungen schon bald kommen. In einer Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern war man sich darin einig, dass die Gemeinden vor Ort solche Angebote schaffen werden und dass dabei neben kommunalen und ehrenamtlichen Helfern auch private Anbieter mit eingebunden werden sollen.

Offener Brief der Gemeinden an Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Alle 35 Landkreiskommunen nehmen ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürger*innen und Unternehmen sehr ernst und haben sich in einem offenen Brief direkt an Ministerpräsident Kretschmann gewandt und ihr großes Interesse bezüglich der Umsetzung des Tübinger Modells im Landkreis Tuttlingen zum Ausdruck gebracht. Der Vorsitzende des Gemeindetags Baden-Württemberg, Kreisverband Tuttlingen, Rudolph Wuhrer bringt in seinem Schreiben die Forderungen aller Bürgermeister auf den Punkt: „Wir begrüßen die modellhafte Erprobung dieses Ansatzes in der Stadt Tübingen und beobachten diesen Modellversuch mit großem Interesse. Nur bringt dieser Testversuch den restlichen Städten und Gemeinden mit ihren Einzelhandelsstrukturen herzlich wenig, wenn er eben nur in Tübingen durchgeführt und nicht auf das gesamte Land übertragen wird.“ Bedauerlich ist auch, so Wuhrer, dass die Anregungen und die Vorschläge des Gemeindetag Baden-Württemberg kein Gehör beim Bund-Länder-Treffen gefunden haben. Stattdessen wurden weitere Einschränkungen und Schließungen beschlossen, die zur Verschärfung der Situation weiter beitragen. Landrat Stefan Bär insistiert, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine sukzessive Öffnung für Gewerbetreibende jedweder Branche möglich gemacht werden muss. „Wir brauchen diese Perspektive, müssen uns aber gleichzeitig immer bewusstmachen, dass das Testen allein die Zahlen nicht senken wird, sondern dass wir dies mit unserem eigenen Verhalten im Alltag am stärksten beeinflussen können. Es wäre bedauerlich, wenn der Gesetzgeber den Weg für die Öffnungen freimachen würde und wir wegen zu hoher Zahlen nicht davon profitieren könnten“, erklärt der Landrat abschließend.

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