Rathaus Aktuell

Abschiedsgottesdienst Pfarrer Stephan

 
Am vergangenen Wochenende gab es für Pfarrer Maurice Stephan, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag beging, infolge der durch Corona vorgegebenen Kontaktbeschränkungen eine Art Marathonverabschiedung.

Keine der in der Seelsorgeeinheit Konzenberg vertretenen Kirchengemeinden wollte es sich schließlich nehmen lassen, ihren Pfarrer persönlich zu verabschieden und so fanden gleich drei große Abschiedsfeiern am Samstagabend sowie am Sonntagmorgen und Sonntagabend statt.

Ein guter Schluss ziert bekanntlich alles und so fand schließlich um 17:00 Uhr in der Jahnhalle in unserem Ortsteil Weilheim die Verabschiedung durch unsere katholischen Kirchengemeinde St.Georg Rietheim-Weilheim statt.

Der Auftakt bildete ein besonderer Abschiedsgottesdienst, der von einer kleinen Abordnung des Kirchenchors gesanglich umrahmt wurde. Pfarrer Stephan ging dabei auf sein Wirken ein und verglich dieses mit einer Tätigkeit im „Weinberg Gottes“ in der man gelegentlich auch an seine Grenzen stoße und nun im Alter auch die erforderliche Kraft nachlasse, so dass die Zeit nun gekommen wäre, in den Ruhestand zu gehen. Gleichzeitig nahm der die Gelegenheit wahr, Pater Manu Sebastian, der aus Indien stammt und die Zeit der Vakanz überbrücken soll, vorzustellen.

Im Anschluss an den feierlichen Abschiedsgottesdienst nahm der geschäftsführende Kirchengemeinderatsvorsitzende Thomas Bertsche die Gelegenheit wahr, sich namens des Kirchengemeinderates bei Herrn Pfarrer Maurice Stephan für sein langjähriges seelsorgerisches Wirken, das er kurz schilderte, zu bedanken und ihm alles erdenklich Gute für den nun bevorstehenden Ruhestand zu wünschen. Für die weltliche Gemeinde überbrachte Bürgermeister Jochen Arno ebenfalls die Abschiedsgrüße, die nachfolgend abgedruckt sind. Ebenso ließe es sich Pfarrer Armin Leibold von der evangelischen Kirchengemeinde nicht nehmen, ebenfalls seine Abschiedsgrüße zu überbringen und dabei auf das ausgezeichnete ökumenische Miteinander zu verweisen. Für die Vereine überbrachte Vereinssprecher Achim Grüner die besten Wünsche zum bevorstehenden Ruhestand und bedankte sich für die stete Unterstützung.

Anschließend ließ die katholische Kirchengemeinde den Abend bei einem kleinen Stehempfang ausklingen.


Grußwort zur Verabschiedung von Pfarrer Maurice Stephan

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

wir alle sind heute eingeladen, um der feierlichen Verabschiedung unseres allseits geschätzten Pfarrers Maurice Stephan beiwohnen zu können.

So ist es kein Wunder, dass die Jahnhalle heute sozusagen nahezu bis auf den letzten „pandemiebedingt zugelassenen“ Platz gefüllt ist, denn wir alle, wollen es uns nicht nehmen lassen, uns von unserem Pfarrer, auch unter schwierigen Bedingungen, persönlich zu verabschieden.

So habe nun ich, als Bürgermeister von Rietheim-Weilheim auch die besondere Ehre, ein Grußwort der weltlichen Gemeinde zum Abschied zu überbringen.

Lieber Herr Pfarrer Stephan,

ja, ich befürchte wir werden Sie mehr als uns lieb ist, vermissen. Die rund 22 Jahre Ihres Wirkens zunächst 1 Jahre in Wurmlingen und Rietheim-Weilheim und dann weitere 21 Jahre als Leiter der großen Seelsorgeeinheit sind nun mal keineswegs spurlos vorübergegangen.

Dabei lassen sich Ihr Engagement und Ihr Wirken in unserer Gemeinde mit aktuell 1.168 Katholiken (Weilheim 657 Rietheim 511), was rund 42 Prozent unserer Einwohner entspricht, kaum in Worte fassen, man muss es einfach miterlebt und mitgefühlt haben. Ich bin deshalb froh, dass ich wenigstens noch etwas mehr die Hälfte Ihrer Amtszeit selbst miterleben durfte.

Und es ist keineswegs übertrieben, wenn ich sage, dass es von Anbeginn an ein vertrauliches und offenes Miteinander war.

Ich darf auch ehrlich gestehen, dass mich all ihr Tun und Ihr unermüdliches Wirken in einer so großen Seelsorgeeinheit immer wieder in Erstaunen versetzt hat.

Durch Ihre allgegenwärtige Präsenz konnte kaum noch persönlicher Freiraum bestehen. Dennoch empfanden Sie dies nicht als Last, denn ihr Amt war und ist Ihnen Berufung.

Mit viel Herz, über viele viele Jahre erworbenem großem Sachverstand und vor allem mit unendlichem Einfühlungsvermögen haben Sie so manches angegangen, verändert und neu geschaffen.

Gleichzeitig haben Sie es verstanden, die vielen gläubigen Mitmenschen in die Kirchengemeinde mit einzubinden und  auch die jeweiligen Kirchengemeinderäte mit zu begeistern und hinter sich zu bringen und dies gleich im Dreierpack. Wahrlich keine leichte Aufgabe.

Viele Glaubens- und Lebenssituationen vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger haben Sie mit begleitet.

So haben Sie sich mitgefreut, bei den Taufen zahlreicher Kinder, die heute zum Teil ja bereits wieder eignen Nachwuchs zur Taufe gebracht haben.

Als diese dann größer wurden haben Sie ihnen im Religionsunterricht den Glauben gelehrt und als Kommunionkinder an den Altar geführt, um Ihnen die erste heilige Kommunion zu geben.

Im Anschluss daran durften Sie so manches Kind als Ministrant begrüßen und sie so weiter begleiten.

Schließlich waren Sie auch dann zur Stelle, wenn sich ein Päarchen das Ja-Wort gegeben wollte oder es darum ging die Glückwünsche der Kirchengemeinde zum Alters- oder Hochzeitsjubiläum zu überbringen, wo wir uns dann zumeist begegnet sind.

Ebenso aber waren Sie auch dann als Seelsorger gefordert, wenn durch einen Todesfall die dunkle Seite des Lebens durchwandert werden musste oder es galt, verzagten Menschen neue Hoffnung und Lebensmut zu geben.

Gleichzeitig haben Sie wesentlich zu einem guten ökumenischen Miteinander beigetragen, das gerade in unserer Doppelgemeinde besonders wichtig ist.

Nur zu gerne erinnere ich mich dabei an die vielen herrlichen Neujahrsempfänge, die mit Unterstützung der evangelischen Kollegen bzw. Kollegin durch die ökumenischen Gottesdienste einen glänzenden Auftakt erhielten. Selbiges gilt für die gemeinsamen Gedenkfeiern zu den Volkstrauertagen.

Hinzu kamen die weiteren Begegnungen im Zusammenhang mit der Begründung unseres Nachbarschaftshilfevereines.

All dies sind wunderschöne Erinnerungen an eine gemeinsame Zeit, die wir, Kirchengemeinde und weltliche Gemeinde, Pfarrer und Bürgermeister in einem vertrauensvollen ehrlichen Miteinander erleben durften.

Voller Lob darf ich dabei auch feststellen, dass Sie stets ein offenes Ohr für alle Belange hatten, Sie waren nie festgefahren, sondern immer bereit, einen gemeinsamen Weg zu gehen.

Lieber Herr Pfarrer Stephan,

es hat wahrlich immer Freude bereitet, gemeinsam mit Ihnen so manche Veranstaltung und viele schöne Fest zu besuchen aber auch zu begehen.

Eine besonders schöne Begegnung war auch die an Dreikönig, mit dem jährlich stattfindenden Seniorennachmittag und dem Besuch der Sternsinger, dem Sie immer persönlich beiwohnten.

Wenn Sie also jetzt wenige Monate nach Erreichen Ihres 70. Geburtstages in einen neuen Lebensabschnitt, den der Pension gehen, so bleibt uns also nur noch eines, nämlich Ihnen von ganzem Herzen für diese lange und gute Zeit, die Sie für uns alle da waren und so vieles bewirkt haben, zu danken.
Danken wollen wir Ihnen für all die Arbeit in den Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit, das persönliche Engagement in Ihrem Einsatz für die Kirche und den Glauben, besonders aber auch für Ihre Wegbegleitung.

Nachdem Sie, lieber Herr Stephan, Ihr gesamtes Leben als Pfarrer in den Dienst der Ihnen anvertrauten Schäfchen gelegt haben, wünsche ich Ihnen nun für Ihren Ruhestand, dass Sie sich nun für sich die Zeit nehmen können, um noch all das zu realisieren, was Sie sich so vorgenommen haben.

Dafür wünsche ich ihnen vor allem weiterhin eine gute stabile Gesundheit, Glück und Gottes Segen und wie sagen die Elsäßer:

Chaque chose en son temps.

Was in unserer Sprache nichts anderes als Alles zu seiner Zeit. bedeutet.

Lieber Herr Pfarrer Stephan,
ich hätte Ihnen gerne ein persönliches Geschenk überreicht, doch war es Ihr Wunsch, zu Gunsten der Mission der Salesiner zu spenden.

Ich habe daher eine Spende über 150,00 Euro überweisen lassen und für Sie lediglich noch ein Wehmutströpfchen.

Gemeindeverwaltung Rietheim-Weilheim
Rathausplatz 3
78604 Rietheim-Weilheim

Tel.: 0049 7424 95848- 0
Fax: 0049 7424 95848- 28
E-Mail: info@rietheim-weilheim.de

Öffnungszeiten Rathaus Rietheim:
Montag bis Mittwoch: 08:00 Uhr bis 11:45 Uhr
Montag: 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Multi Channel Konzept
Mit unserem Multi Channel Konzept können Sie die Internetseite auf Ihrem Tablet und Smartphone optimiert genießen.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine �nderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalit�t zu erm�glichen.