Rathaus Aktuell

"Pakt für Integration" 14 Integrationsmanager zur Betreuung von Flüchtlingen land-kreisweit im Einsatz

„Pakt für Integration“
14 Integrationsmanager zur Betreuung von Flüchtlingen landkreisweit im Einsatz
 
In 2017 hat das Land den sogenannten „Pakt für Integration“ beschlossen. Landesweit werden den Kommunen insgesamt rd. 320 Mio EUR für die Integration und Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt, die in den Kommunen in der sogenannten „Anschlussunterbringung“ leben. Der „Pakt für Integration“ läuft zwei Jahre lang und endet 2019.
Die Unterstützung der Kommunen bei der Integration ruht auf 2 Säulen: Mit der sogenannten „Pro-Kopf-Pauschale“ bekommen die Kommunen 1.225 EUR für jeden Asylbewerber, der in den Kommunen wohnt. Damit sollen die sogenannten „flüchtlingsbedingten Mehraufwendungen“ ausgeglichen werden, wie beispielsweise der höhere Bedarf an Kindergärtenplätzen, soziale Betreuung und Verwaltungsaufwand.
 
„Auch die örtlichen Asyl-Helferkreise können mit diesen Geldern in ihrer wertvollen Arbeit unterstützt werden“, so Landrat Bär. Immerhin sind durch die „Pro-Kopf-Pauschale“ rd. 1 Mio EUR an die Kommunen im Landkreis geflossen.
 
Im Herbst 2018 wird ungefähr die gleiche Summe – also erneut rd. 1 Mio EUR – vom Land an die Kommunen ausgeschüttet.
 
Die zweite Säule im „Pakt für Integration“ ist der Einsatz von sogenannten Integrationsmanagern. Diese sollen vor Ort die soziale Betreuung der Flüchtlinge übernehmen und die Integration entscheidend voran bringen. Der Einsatz von Integrationsmanagern wird ebenfalls für 2 Jahre vom Land finanziert. Allerdings müssen die Kommunen für die Sachkosten aufkommen (Büro, Fahrtkosten, Fortbildungen etc.). 
 
„Im April und Mai 2018 werden im Landkreis weitere Integrationsmanager mit ihrer Tätigkeit beginnen. Dann sind insgesamt 14 Integrationsmanager (auf 11 Vollzeitstellen) landkreisweit im Einsatz, was uns bei der Betreuung der Flüchtlinge sehr hilft“.
 
Der Landkreis hat es den Kommunen frei gestellt, selbst Integrationsmanager einzustellen oder den Landkreis damit zu beauftragen. Rd. die Hälfte unserer Kommunen hat sich entschieden, diese Aufgabe selbst zu organisieren und durchzuführen. Die andere Hälfte hat den Landkreis beauftragt. „Damit haben wir eine faire Verteilung.“
 
Der Landkreis führt in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen in jenen Kommunen durch, die den Landkreis mit dem Integrationsmanagement beauftragt haben. Bei diesen Gesprächen wird sich der jeweilige Integrationsmanager vorstellen und seine Aufgabenschwerpunkte und sein Tätigkeitsprofil beschreiben. Ferner wird der Landkreis einen allgemeinen Informations- und Erfahrungsaustausch für alle Integrationsmanager organisieren, unabhängig davon, ob diese bei den Kommunen angestellt sind oder beim Landkreis. „Die Aufgabe ist die gleiche und eine gute Vernetzung hilft jedem bei dieser komplexen Aufgabe“, so Landrat Bär.
 
Es wäre wünschenswert, so der Landrat, wenn das Land den „Pakt für Integration“ und die finanzielle Unterstützung auch über das Jahr 2019 hinaus fortsetzt. „Die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen bleibt eine Daueraufgabe. Landkreise und Kommunen müssen vom Land langfristig in dieser Arbeit unterstützt werden“, so Landrat Bär.

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